Einige Bemerkungen zum Zitat von Bürgermeister Herrn Pötke im Artikel:
Münchner Merkur - online vom 16.08.2010: Kleingärtner wollen kämpfen
"Bundeskleingartengesetz hin oder her - Pötke findet dessen Regeln ohnehin total veraltet: "Das Gesetz stammt aus Bismarckschen Zeiten, als Grubenarbeiter noch darauf angewiesen waren, Gemüse für den Eigenverzehr anzubauen. Heute aber sind die Mitglieder im Kleingartenverein keine Bedürftigen mehr. "

Sind wir Kleingärtner also eine aussterbende Spezies?

Wenn man im Internet unter Stichwort „urbane Gärten“ sucht, bekommt man einen Überblick über den aktuellen Stand der ökologischen Zukunft von Gärten in der Stadtentwicklung, z.B.:

http://prinzessinnengarten.net/wir/
Zitat von der Homepage:
Seit Sommer 2009 betreiben wir von Nomadisch Grün den Prinzessinnengarten in Berlin Kreuzberg. Es handelt sich um eine soziale, ökologische und partizipative Landwirtschaft in der Stadt. Am Moritzplatz bauen wir auf einer vom Liegenschaftsfond gepachteten 6000 qm großen Fläche Gemüse in Bioqualität an. Wir arbeiten ökologisch und fördern die biologische Vielfalt, indem wir etwa alte und seltene Sorten kultivieren. Wenn wir von einer sozialen urbanen Landwirtschaft sprechen, dann meinen wir nicht nur einen lokalen und damit klimafreundlichen Anbau von frischem und gesunden Gemüse. Vielmehr verstehen wir unser alternatives städtisches Grün als einen Bildungsgarten und als Instrument, um die Nachbarschaft in dem sozial schwachen Quartier zu stärken und zu aktivieren

http://www.urbanacker.net/
Zitat von der Homepage:
Seit Dezember 2005 besteht urbanacker.net als gemeinsame Plattform für den Austausch von Informationen um urbane Landwirtschaft, interkulturelle und Gemeinschaftsgärten, Naturschutz und alternatives Gärtnern. Alle Informationen sind für alle zugänglich

http://www.muenchen.de/Rathaus/plan/projekte/grueng/155578/krautgaerten.html
Zitat von der Homepage:
Einen eigenen Gemüsegarten - davon träumen viele Stadtbewohner. Um so mehr, wenn ein "Gartenfreund" in seiner engen Mietwohnung sonst nur einen kleinen Balkonkasten bepflanzen darf. Mit den "Münchner Krautgärten" beschreiten die Münchner Grüngürtel-Bauern und die Stadtverwaltung neue Wege, um den großen Bedarf nach dem "eigenen Gemüsegärtchen" zu stillen. Der Grüngürtel-Bauer verpachtet an den jeweiligen Standorten im Stadtgebiet eine ca. 60 m² große Gartenparzelle und das möglichst siedlungsnah. Teure Gartenlauben oder Stellplätze sind auch deshalb nicht vorgesehen. Mittlerweile gibt es an 14 Standorten (siehe Standortkarte) ca. 750 Parzellen, die jährlich vergeben werden können. Für ein Nutzungsentgelt von etwa 130 €.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,697158,00.htm Urban Farming
Eine gute Übersicht über nationale und internationale urbane Gärten

Allen gemeinsam ist, dass der Bürger die ökologische Chance ergreift, Gemüse und Obst selbst anzubauen und somit selber einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel zu realisieren. Dabei stellt der Schrebergarten wegen der restriktiven Bedingungen nach dem Kleingartengesetz für den Pächter und Verpächter eine weiterhin sinnvolle Art der Gartenarbeit dar.

Gemüsegärten können auch schön sein: Schloßgarten (als Gemüsegarten) von Schloss Villandry (Loire), Aufnahme von 1998




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